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4.5. Aus der Presse
Beispiele & Berichte über Stromausfälle





Recherchiert von Newave


01.02.2006
GUTACHTEN "Eislast ließ RWE-Strommaste brechen" veröffentlicht

ESSEN - Auf einen langen Rechtsstreit müssen sich Betroffene einstellen, die zwei Monate nach dem Stromausfall im Münsterland den Energiekonzern RWE auf Schadensersatz verklagen wollen. Einem Zeitungsbericht zufolge kommt ein von RWE in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Eislast ursächlich für das Abknicken von 84 Strommasten war.
Die Untersuchung der Bruchstellen habe ergeben, dass spröder Stahl bei dem Ereignis nur bedingt eine Rolle gespielt habe, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Das Gutachten solle in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Die Geschädigten warteten nun auf ein unabhängiges Gutachten, das die Bundesnetzagentur bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin in Auftrag gegeben habe. Eine Bewertung von Schaden und Ursache solle Mitte bis Ende des Monats vorliegen, sagte eine Sprecherin der Bonner Regulierungsbehörde.


18.10.2005
Stromausfall im Rechenzentrum der Arbeitsagentur

BERLIN - Ein Stromausfall im Rechenzentrum der Agentur für Arbeit Berlin-Mitte legte gestern für etwa eine Stunde das gesamte Computersystem aller angeschlossenen Filialen lahm. Betroffen waren die Agenturbereiche in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg. Mehrere hundert Antragsteller, die die Agenturen in den frühen Morgenstunden aufsuchten, konnten nur einen eingeschränkten Service in Anspruch nehmen, ihre Daten wurden von den Agenturmitarbeitern schriftlich aufgenommen und sie erhielten einen Termin in den kommenden Tagen.
Gegen 9 Uhr lief der Betrieb in allen betroffenen Filialen wieder reibungslos, sagte Agentur-Sprecherin Doris Ebert.


13.09.2005
Stromausfall im Großraum Los Angeles

LOS ANGELES - Ein Mitarbeiter eines Stromversorgers hat am Montag für einen großflächigen Stromausfall in der kalifornischen Metropole Los Angeles gesorgt. Ampeln fielen aus und verursachten ein Verkehrschaos auf den Straßen. Zahlreiche Leute blieben in Fahrstühlen stecken. Rund zwei Millionen Menschen waren von dem Stromausfall betroffen. Ein Arbeiter habe durch eine Fehlschaltung einen Stromkreis überlastet, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke. Dadurch sei eine Sicherung ausgelöst worden, die für die halbe Stadt und einige Vororte die Stromversorgung unterbrochen habe. Innerhalb von anderthalb Stunden sei das Problem aber behoben worden. Der Zwischenfall führte jedoch zu Aufregung und Nervosität in der Stadt, weil am Vortag eine vermutlich von der Al-Kaida im Internet verbreitete Botschaft Anschläge auf Los Angeles angekündigt hatte.


12.09.2005
Stromausfall legt Los Angeles lahm
Menschen blieben in Aufzügen stecken, Ampeln fielen aus, auf den Straßen bildeten sich Staus. Arbeiter hatten ein Kabel durchtrennt und später falsch angeschlossen.


LOS ANGELES - Mehr als zwei Millionen Menschen in Los Angeles und der angrenzenden Region sind am Montag für mehrere Stunden ohne Strom gewesen. Ein versehentlich durchtrenntes Kabel löste nach Angaben der Behörden einen großflächigen Stromausfall in der kalifornischen Metropole aus. Menschen blieben in Aufzügen stecken, Ampeln fielen aus, auf den Straßen bildeten sich Staus. Das Leben in Büros und Schulen kam zum Erliegen. Viele Bewohner fürchteten einen Terroranschlag, da das Terrornetzwerk El Kaida der Stadt am Vortag mit Gewalt gedroht hatte. Nach rund zwei Stunden konnten die meisten Stadtviertel wieder mit Strom versorgt werden.

Der Strom fiel gegen 12.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) aus. Arbeiter hatten irrtümlich ein Kabel durchtrennt und dieses falsch wieder angeschlossen, teilte der Direktor der Wasser- und Energiebehörde von Los Angeles, Ron Deaton, mit. Für die fälschlich angeschlossene Leitung sei die Strommenge zu groß gewesen. Große Teile der Metropole, darunter auch das Stadtviertel Hollywood, waren für rund zwei Stunden ohne Strom. Am internationalen Flughafen von Los Angeles fiel der Strom für rund 30 Minuten aus. Der Betrieb wurde dort per Notstromaggregat aufrecht erhalten. Der Flugverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Nach rund zwei Stunden war in etwa 90 Prozent der Haushalte die Energieversorgung wieder hergestellt.

Die Polizei schloß einen terroristischen Hintergrund schnell aus. Bürgermeister Antonio Villaraigosa sagte, der Stromausfall habe sich einen Tag nach dem 11. September und der El-Kaida-Drohung gegen Los Angeles ereignet. Dies habe zu einer erhöhten Beunruhigung geführt. Am Sonntag hatten die USA den vierten Jahrestag der Flugzeug-Angriffe in New York und Washington begangen. In dem El-Kaida-Video, das der US-Fernsehsender ABC ausstrahlte, drohte die Organisation Melbourne und Los Angeles mit Anschlägen.

In den vergangenen Jahren war es in den USA immer wieder zu Stromausfällen gekommen. Der schwerste Zwischenfall ereignete sich im August 2003 in New York und im Nordosten des Landes, wo 50 Millionen Haushalte ohne Strom blieben. Zehntausende Menschen mußten damals auf den Straßen der Stadt schlafen, da sie nicht mehr nach Hause fahren konnten. Auch Kalifornien hatte in den vergangenen Jahren wegen einer chaotischen Deregulierung seiner Stromversorgung immer wieder mit Stromausfällen zu kämpfen.


24.08.2005
Laster sorgt für Stromausfall und Staus
Karambolage auf der A 66 Richtung Wiesbaden mit rund 200000 Euro Sachschaden


FLÖRSHEIM/HOFHEIM - In Weilbach waren die Menschen gestern zeitweise ohne Strom. Bei einem Unfall auf der A66 hatte ein Laster zwei von drei Versorgungsleitungen abgerissen. An einer Karambolage danach waren immerhin vier Lkw und drei Personenwagen beteiligt. Es war schon ein recht skurriler Unfall gestern auf der Autobahn zwischen Diedenbergen und Weilbach in Richtung Wiesbaden. An einer Baustelle hatte ein Laster Asphalt abgeladen, fuhr an und blieb mit seinem Kipper in einer Stromleitung hängen. Zwei von drei Kabeln rissen ab, und in Weilbach fiel teilweise der Strom aus, wie die Polizei später berichtete.

Der Kipper bremste, ein hinter ihm fahrendes Auto und zwei weitere Laster stoppten rechtzeitig. Ein Sattelzug-Fahrer konnte jedoch nicht mehr bremsen und schob das Blech ineinander. Der Autofahrer wurde nur leicht verletzt. Es entstand allerdings riesiger Sachschaden, wie die Beamten der Autobahnpolizei-Station Medenbach meldeten. Allein an den vier Lastern und dem Auto rund 100000 Euro. Hinzu kommen die Schäden an den abgerissenen Stromleitungen, die der Energieversorger Süwag gestern mit einem Betrag zwischen 50000 und 100000 Euro nur grob zu schätzen vermochte.

Von den abgerissenen Stromleitungen wurden außerdem in Fahrtrichtung Frankfurt zwei Autos getroffen. Hier entstanden durch den Aufprall erhebliche Kratzer an den Fahrzeugen. Die Windschutzscheiben zersplitterten.

Vom Unfallzeitpunkt um 10.55 Uhr an war die A 66 im Baustellenabschnitt zwischen Weilbach und Diedenbergen in Richtung Wiesbaden drei Stunden lang gesperrt, wie die Autobahnpolizei hinterher erzählte. Es entwickelte sich ein erheblicher Rückstau. Behinderungen gab es natürlich auch in der Gegenrichtung sowie auf den Umleitungsstrecken und "Schleichpfaden" im Main-Taunus-Kreis.


27.05.2005
800-Millionen-Schaden durch Stromausfall

MOSKAU - Nach dem massiven Stromausfall in Moskau, der einen wirtschaftlichen Schaden von 800 Millionen Euro verursachte, ist die russische Metropole gestern zur Normalität zurückgekehrt. Für den staatlich kontrollierten Konzern Vereinigte Energiesysteme Russlands (RAO EES) zieht der Zusammenbruch der Stromversorgung, von dem mehrere Millionen Menschen betroffen waren, strafrechtliche Ermittlungen nach sich. Eine Sprecherin des Monopolisten glaubt, dass das veraltete Material in einem Umspannwerk die Explosion verursacht hat.

Die Detonation und der Brand in der 40 Jahre alten Umspannstation lösten am Mittwoch eine Kettenreaktion aus - bis in die 200 Kilometer südlich von Moskau gelegene Region Tula. In der russischen Hauptstadt blieben U-Bahnen und Schienenbusse stehen, die Fahrgäste wurden aus den stecken gebliebenen Zügen evakuiert. In mindestens 20 Krankenhäusern konnte die Energieversorgung nur mit Hilfe von Notstromaggregaten aufrecht erhalten werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin machte die Führung des Energiekonzerns, an dessen Spitze der Kreml-Kritiker Anatoli Tschubaiss steht, für den Stromausfall verantwortlich und sprach von Nachlässigkeit. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.


10.05.2005
eBay-Server von Stromausfall betroffen

Heute waren ab 4:33 Uhr morgens die Server von eBay offline. Grund dafür war ein Stromausfall beim zentralen Service-Provider des Unternehmens in Kalifornien. Nachdem die eBay-Website wieder online war, konnten die Anwender auf einzelne Auktionen nicht zugreifen. Ein Teil der Angebote war ab 6:15 Uhr wieder zu sehen, der Rest erst ab 7:10 Uhr deutscher Zeit. Das Auktionshaus will die Gebühren für alle betroffenen Angebote erstatten. Auch nach 7:10 Uhr waren manche Angebote nur verzögert zu erreichen.

Auktionen, die länger als zwei Stunden offline waren und während dieser Zeit (oder maximal zwei Stunden danach) ausgelaufen wären, werden von eBay um einen Tag verlängert. Pech haben die Anbieter, deren Auktionen ab 6:15 Uhr wieder erreichbar waren und zu dieser Zeit endeten: Entsprechend seiner Grundsätze zu Systemausfällen verlängert eBay die Frist für diese Angebote nicht, da sie nur 1 Stunde und 42 Minuten offline waren.

Zuletzt gab es im August 2003 und im Januar 2001 ähnliche Fälle. Schwerwiegender war ein 22-stündiger Stromausfall im Juni 1999, für den das Auktionshaus an der Börse hart bestraft wurde.


06.05.2005
Ärger um Ampeln und Fernsehbilder

KÖLN - Stromausfall in Köln-City: Nach einem Defekt an zwei 110.000-Volt-Starkstromkabeln im Umspannwerk im Mediapark kam es am Freitagabend ab 18.22 Uhr zu erheblichen Störungen.

Nach Polizeiangaben sind zahlreiche Ampelanlagen in der Innenstadt, aber auch in Nippes, Sülz und Müngersdorf zeitweise ausgefallen. Ampeln fielen aus, Bahnen blieben auf dem Weg zum Rhein-Energie-Stadion stecken, die Bahnschranke der Häfen- und Güterverkehr Köln (HGK) an der Aachener Straße in Höhe des Clarenbachstifts blieb unten. Auch Radio Köln und Eins Live, die aus dem Mediapark senden, waren vom Stromausfall betroffen.

Im Rheinenergie-Stadion, wo der 1. FC Köln vor 49.000 Zuschauern gegen Trier spielte, funktionierten die elektronischen Kartenlesegeräte für zehn Minuten nicht, wodurch es zu leichten Behinderungen kam.

Nach gut einer Stunde war der Strom wieder da, aber für gut 19.000 Haushalte, die vom Kabelnetzbetreiber ish versorgt werden, blieb der Fernseher noch bis gegen 22 Uhr schwarz.

Im Cinedom fielen Kino-Vorstellungen aus, am Hansaring musste die Feuerwehr Menschen aus einem Aufzug befreien.


09.02.2005
Abriss sorgt für Stromausfall

FRANKFURT - Mittwoch, 16.09 Uhr: In Neuberesinchen greift ein Baggerführer, der gerade Fundamente der alten Rewe-Kaufhalle im Spartakusring entfernt, mit seiner Schaufel ein wichtiges Stromkabel. Und löst damit einen Kurzschluss aus, den fast alle in Frankfurt mitbekommen. Während in weiten Teilen der Stadt nur für Sekunden der Strom ausfällt, ist halb Neuberesinchen von der Stromversorgung für rund 40 Minuten abgeklemmt. Im HEP schließen automatisch die Brandschutztore und die Kassen in den Einkaufsläden. Verkäufer machen mit Feuerzeugen Licht. Beim Stadtverkehr sitzt die Leitstelle vor dunklen Monitoren und ist ein Unterwerk, das den Strom in Gleichstrom umwandelt, außer Betrieb. 993 Abnahmestellen sind vom Ausfall betroffen.

Mit sanftem "plopp" verabschieden sich am Mittwoch die Computer in zahlreichen Büros der Stadt. Es ist kurz nach 16 Uhr. Sekunden später springen die Monitore bei den meisten wieder an. Etliche Ampeln spielen dennoch kurz verrückt. Hochsensibel reagiert die Technik im Südring-Center. Bis dort die Anlagen wieder hochgefahren ist, vergehen einige Minuten. Weniger Glück haben die Bewohner von Neuberesinchen, die für rund 40 Minuten von der Versorgung abgeschnitten sind und auch das HEP. Es liegt mitten im Ausfallgebiet.

"Ein Baggerfahrer hat diesen Kurzschluss ausgelöst. Sieben Trafostationen sind betroffen. Wir haben es dennoch innerhalb von 40 Minuten geschafft, nach und nach wieder alle zuzuschalten", erklärt Wolfgang Behrens, Leiter Netze bei den Stadtwerken. Und fast ist ihm Erleichterung anzuhören, dass Fremdverschulden die Ursache für den Ausfall war und keine technische Störung. Vor allem die Stadtteile Neuberesinchen und Süd sind von dem Stromausfall betroffen. Im Klinikum Markendorf gibt es keine Störungen.


13.09.2004
RWE stellt Strafanzeige nach Stromausfall in Trier und Luxemburg

TRIER - Nach dem großflächigen Stromausfall in Trier/ Luxemburg am 2. September hat der Energiezulieferer RWE bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Es gebe mehrere voneinander unabhängige Zeugenaussagen, die auf eine Ursache für den Kurzschluss durch fremdes Verschulden hindeuteten, sagte der Sprecher der RWE-Tochter Transportnetz Strom, Jörg Kerlen, am Montag. Wegen des Ausfalls einer 220.000-Volt-Leitung waren damals in Rheinland-Pfalz und Luxemburg zeitweise rund eine Million Menschen stundenlang ohne Elektrizität gewesen.

RWE machte am Montag erstmals Angaben zum Schaden. Laut Kerlen gingen bislang rund 70 Schadensanzeigen mit Forderungen von mehreren 10.000 Euro bei dem Konzern ein. Einige Firmen hätten bislang nur Ansprüche angemeldet, ohne diese zu beziffern. Alle Anträge würden geprüft, sagte er. RWE Transportnetz Strom hatte die Suche nach der Ursache für den Kurzschluss an einer Hochspannungsleitung vorige Woche ohne greifbares Ergebnis beendet. Zu dem nun von den Ermittlern untersuchten Zwischenfall war es bei Merzig im Saarland gekommen. Weitere Angaben machte Kerlen aus Ermittlungsgründen nicht.


03.09.2004
Rund eine Million Menschen von Stromausfall betroffen

TRIER/MAINZ - Rund eine Million Menschen saßen im Dunkeln, als am Donnerstagabend in Teilen von Rheinland-Pfalz und in Luxemburg der Strom ausfiel. In Deutschland sei es mit rund 540 000 Betroffenen der größte Blackout der vergangenen Jahrzehnte gewesen, sagte der Leiter des Katastrophenstabs, Hans-Günther Lanfer, am Freitag. Der Energiekonzern RWE setzte unterdessen die Suche nach der Ursache fort. In Trier und mehreren Landkreisen fiel die Stromversorgung örtlich mehr als drei Stunden komplett aus. In ganz Luxemburg gingen für mindestens 15 Minuten die Lichter aus, in Teilen des Landes noch länger, wie die Zeitung «Luxemburger Wort» berichtete.

Vermutlich sei eine Hochspannungsleitung mit 220 000 Volt im Gebiet von Rheinland-Pfalz und dem Saarland gestört, sagte der Trierer RWE-Sprecher Rolf Lorig. Ein Hubschrauber suche an der Leitung, die 30 Meter über dem Boden verläuft, nach dem Fehler. «Wenn eine solche Stelle im europäischen Verbundnetz ausfällt, brechen auch alle untergeordneten Systeme zusammen», sagte er. Die 63 Kilometer lange Leitung war am Freitag weiter abgeschaltet. Die Menschen wurden über andere Leitungen des Konzerns mit Elektrizität versorgt. Viele Anrufer beim Notruf hätten einen terroristischen Angriff befürchtet, berichtete die Polizei in Trier. Dafür gebe es aber keinen Hinweis. Der rheinland-pfälzische Städtetag will als Reaktion auf den Blackout seine Notfallkonzepte überarbeiten. Es gebe zwar umfassende Notfallpläne in Hochwasserfällen, ein Stromausfall wie in Trier sei aber nicht zu erwarten gewesen. «So ein Ereignis haben wir bisher immer ausgeschlossen», sagte Städtetag-Geschäftsführer Gunnar Schwarting am Freitag auf Anfrage in Mainz.


02.09.2004
Stromausfall stürzt Region ins Chaos

TRIER - Fahrstühle blieben stecken, Geschäfte geschlossen, auf den Straßen ging nichts mehr. Mehr als 200.000 Menschen waren von einem Stromausfall in der Region Trier und in Luxemburg betroffen. Die Stromversorger rätseln noch über die Ursache. Allein in Trier mussten etwa zehn Menschen aus stecken gebliebenen Fahrstühlen befreit werden. Telefone, Radios und Fernsehgeräte funktionierten nicht. In Luxemburg mussten auf der großen Kirmes "Schueberfour" zahlreiche Besucher aus den Fahrgeschäften geborgen werden. "Viele Patienten mussten zu Hause mit Sauerstoff versorgt werden", berichtete der Sprecher des Katastrophenstabs, Hans-Günther Lanfer. Die Notfallplanung der Stadt müsse gründlich überdacht werden. "So etwas hat es hier noch nicht gegeben, und wir haben gemerkt, dass wir die Informationen nicht schnell an die Leute bringen können." Nach gut drei Stunden Stromausfall begann der Energielieferant RWE gegen 20.00 Uhr schrittweise wieder damit, den Strom aufzuschalten. Noch am Abend hatten viele Haushalte wieder Strom.

Die Ursache für den Ausfall war zunächst unklar. Viele Anrufer hätten einen terroristischen Angriff befürchtet, berichtete die Polizei. Dafür gebe es aber keinen Hinweis. Der Stromkonzern RWE ging nach ersten Prüfungen davon aus, dass der Ursprung der Störung in Luxemburg gelegen und diese sich dann weiter in die Region Eifel-Hunsrück fortgesetzt habe. Auf den Straßen gab es wegen des Berufs- und Feierabendverkehrs chaotische Verhältnisse. "Es geht so gut wie gar nichts mehr", sagte ein Polizeisprecher. Viele Geschäfte und Kneipen blieben geschlossen, weil die Alarmanlagen und die Kassensysteme nicht mehr funktionierten. Auch die Dom-Uhr blieb stehen und dokumentierte die Zeit des Stromausfalls: 16.50 Uhr.


19.07.2004
Stromausfall für 2000 Stadtwerke-Kunden

JENA - Rund 2000 Stadtwerke-Kunden waren am heutigen Vormittag zeitweise ohne Strom. Nach Angaben der Stadtwerke Jena-Pößneck fiel zwischen 10.30 und 11.40 Uhr in zahlreichen Straßen des Westviertels der Strom aus. Betroffen waren u.a. Uni-Institute im Bereich Hilgenfeldweg, Johann-Griesbach-Straße, Max-Reger-Weg, Am Steiger, Fröbelweg, Fraunhoferstraße und Helmholtzweg. Ursache war vermutlich ein Erdschluss an einem 10 kv-Mittelspannungskabel im Gebiet Umspannwerk Jena-Nord/Schaltanlage Dornburger Straße. Durch umfassende Umschaltmaßnahmen konnten die Stadtwerke nach knapp einer Stunde die Kunden wieder versorgen. Nach dem genauen Auslöser der Störung wurde am Nachmittag mit Hilfe eines Kabelmesswagens vor Ort noch gesucht.


29.06.2004
Teure Spritztour - Unfall legt T-Mobile-Netz lahm

ESSEN - Mit einem Cabriolet durch die Stadt zu fahren macht Laune. Dies dachte sich offensichtlich auch ein 16-Jähriger Schüler aus Essen und kurvte ohne gültige Fahrerlaubnis mit dem Wagen seiner Mutter durch die Essener Innenstadt. Die Fahrpraxis reichte aber offensichtlich nicht aus, denn gegen 4.40 Uhr endete das Fahrvergnügen zunächst vor einem Stromverteilerkasten – mit weit reichenden Folgen.

TV-, Radio- und Mobilfunk-Ausfall - Der Aufprall verursachte einen Stromausfall im Umkreis von drei Kilometern teilte die Polizei Essen mit. Durch diesen Stromausfall war für rund 90 Minuten der Sendebetrieb von Radio Essen und SAT.1 gestört und auch das Mobilfunknetz von T-Mobile wurde lahm gelegt.

Alkohol im Spiel - Der Unfallfahrer konnte den Wagen offensichtlich noch bis vor die heimische Haustür fahren, wo die Mutter den Schaden am späten Vormittag bemerkte und die Polizei informierte. Die Ermittlungen ergaben, dass der Schüler nach einem Schulfest unter Alkoholeinfluss stehend den Plan fasste, den Autoschlüssel seiner schlafenden Mutter zu stehlen, um mit dem teuren Gefährt und seinen Freunden eine "Spritztour" durch die Stadtteile Heisingen und Stadtwald zu machen. Ein Alkoholtest ergab zu Hause noch einen Wert von 0,56 Promille.

Der Schaden an Mutters Auto und am Verteiler dürfte leicht die 35.000 Euro übersteigen, die Schadensforderungen der Unternehmen durch Betriebsausfall noch nicht mitgerechnet.


26.04.2004
Plastikplane verursacht Stromausfall
60.000 Menschen in Ratingen betroffen


RATINGEN - Eine losgelöste Plastikplane von einem Kohlrabifeld hat am Sonntag für stundenlangen Stromausfall in Ratingen gesorgt. Erst am Abend gelang es dem Stromversorger RWE, die Plane aus den Leitungen zu entfernen.

Gegen kurz nach 15 Uhr war die Plane im Duisburger Stadtteil Werm in drei 220.000 und 110.000 Volt starke Leitungssysteme geraten und hatte so einen Kurzschluss verursacht. Die Stromleitungen versorgen unter anderem auch Ratingen und Mülheim. Bis 20.35 Uhr gab es nach Angaben der städtischen Feuerwehr in den Ratinger Stadtteilen Mitte, West, Ost, Süd, Tiefenbroich und Eggerscheid keinen Strom mehr.

"Es dauert immer eine Weile, bis der Störungsort ermittelt ist", erklärte RWE-Sprecher Andreas Preuß im Gespräch mit wdr.de. Außerdem sei es schwierig gewesen, an einem Sonntag einen so genannten Steiger zu organisieren. Der Steiger ist ein mehrere Tonnen schwerer Hubwagen, mit dem Techniker an die Leitungen in 35 Meter Höhe gehoben werden, um sie zu reparieren. "Und dann hat es auch seine Zeit gebraucht, bis wir den Steiger auf das Feld manövriert hatten", so Preuß. Daher habe der Stromausfall bis zum Abend gedauert.

Festgesellschaften ohne Kaffee und eingeschlossene Autos
Die Ratinger Feurwehr musste zweimal ausrücken, weil sie von besorgten Hochhausbewohnern um Hilfe gerufen worden war: Wegen des Stromausfalls waren in den Gebäuden Notstromaggregate angesprungen. Dabei bildete sich Ruß, die Bewohner hatten einen Brand befürchtet.

"Ansonsten gingen hier etwa 800 Anrufe ein", sagt Ralf-Jörg Hohloch, Leiter der Feuerwehr Ratingen. Eine behinderte Frau beispielsweise machte sich Sorgen, dass sie ihren elektrischen Rollstuhl nicht mehr würde aufladen können. Mehrere Festgesellschaften riefen an, weil sie für ihre Kommunionsgäste keinen Kaffee kochen konnten. Etliche Leute bekamen ihre elektrischen Garagentore nicht mehr auf. Und andere wunderten sich, dass ihr Essen auf dem Herd einfach nicht warm wurde. An sieben Standorten stellte die Feuerwehr Info-Stationen auf, um die Anwohner aufzuklären und eventuelle Hilferufe aufzunehmen, da auch ISDN-Telefone von dem Ausfall betroffen waren.
Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten weder RWE in Essen noch die Stadtwerke bislang Auskunft geben.


03.03.2004
Stromausfall durch Kabelschaden

NÜRTINGEN - Auf Grund eines Defektes an einem Zehn-Kilowatt-Erdkabel und einem Folgeschaden im Umspannwerk Steinach kam es, wie erst jetzt bekannt wurde, am vergangenen Samstag, 28. Februar, in den südlichen Nürtinger Stadtteilen Braike, Roßdorf, Enzenhardt und Lerchenberg für zirka 5000 Haushalte und diverse Gewerbe- und Industriebetriebe zu einer Versorgungsunterbrechung. Die Störung trat am Morgen um 7.40 Uhr ein. Die zuständige Netzüberwachung sowie das diensthabende Personal der Stadtwerke Nürtingen GmbH (SWN) leiteten sofort die Fehlersuche ein, wird mitgeteilt. Der Strom konnte knapp 40 Minuten nach dem Ausfall wieder eingeschaltet werden. Die Einschaltung musste schrittweise erfolgen, so dass gegen 9.15 Uhr die uneingeschränkte Versorgung wieder hergestellt war. Die Telefonanlage der SWN war vorübergehend gestört, da auch die Stadtwerke vom Stromausfall betroffen waren. Ein derartiger Fehler tritt äußerst selten auf und ist trotz regelmäßiger und gewissenhafter Wartung und Kontrolle nicht auszuschließen, betonen
die Verantwortlichen der Stadtwerke.


16.02.2004
Kabeldefekt führt zu Stromausfall in Wiesbaden

WIESBADEN - Ein Stromausfall in der Wiesbadener Innenstadt hat am Montagmorgen im hessischen Landtag und in der Staatskanzlei die Computer lahm gelegt und die Lichter gelöscht. Auch die CDU-Landesgeschäftsstelle war betroffen. Nach Angaben des Wiesbadener Stromversorgers ESWE dauerte der Netzausfall etwa eine Stunde; Ursache war ein von einem defekten Erdkabel ausgelöster Kurzschluss.

Im Landtag wurden nach Angaben eines Sprechers gegen 08:40 Uhr Lampen und Bildschirme dunkel. Mitarbeiter der CDU-Fraktion mussten deshalb eine interne Sitzung bei Kerzenschein abhalten. Hell erleuchtet war nur der Plenarsaal, dessen Notstromaggregat automatisch ansprang -- allerdings stand der Saal am Montag leer, weil das Parlament erst am Dienstag zusammentritt.

In der Staatskanzlei störte der Ausfall von Fax, Internet und E- Mail nach Angaben von Regierungssprecher Dirk Metz die gewohnten Abläufe. Für die Aktenarbeit allerdings habe das Tageslicht ausgereicht. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) blieb bei der Ausübung seiner Amtsgeschäfte ungestört: Koch war am Morgen in der -- vom Stromausfall unberührten -- Dienstvilla, um ein Bundesverdienstkreuz zu überreichen.


22.01.2004
Brand führt zu Stromausfall

CLEEBRONN - Ein Kurzschluss hat am Dienstag in der Cleebronner Relais-Station im Botenheimer Weg einen Brand verursacht. Dadurch kam es in mehreren Bereichen der Gemeinde zu einem Stromausfall, teilte die Polizeidirektion Heilbronn gestern mit.

"Da sich die Relais-Station direkt neben der Feuerwehr befindet ", heißt es in dem Bericht, "konnte der Brand recht schnell gelöscht werden." Dennoch entstand für die Neckarwerke ein Schaden von schätzungsweise 10 000 Euro, da mehrere Schaltkästen erheblich beschädigt worden sind. Laut Auskunft des Cleebronner Bürgermeisteramts dauerte der Stromausfall am Dienstag von 08:20 bis kurz vor 09:00 Uhr.


21.12.2003
Stundenlang Stromausfall nach Mastbruch in Gütersloh

GÜTERSLOH - Ein Stromausfall hat am Sonntag das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh zum Teil für Stunden stark beeinträchtigt.
Nach Angaben der Polizei war gegen 09.50 Uhr ein Hochspannungsmast in Gütersloh umgeknickt, was die Stromversorgung im gesamten Kreis für eine Stunde komplett lahm legte. Zu der Zeit habe es starke Windböen gegeben. Ob diese die alleinige Ursache für das Umknicken des Strommastes sei, werde noch untersucht, sagte ein Polizeisprecher. Rund 350.000 Menschen seien von dem einstündigen Stromausfall betroffen gewesen. Am Nachmittag waren nach diesen Angaben immer noch 60.000 bis 70.000 Einwohner von Rheda-Wiedenbrück und Teilen der Stadt Gütersloh ohne Strom.

Durch den Stromausfall seien zahlreiche Alarmanlagen ausgelöst worden, sagte der Polizeisprecher. In einem Großeinsatz habe die Polizei die Alarme dann überprüft und auch durch verstärkten Streifeneinsatz sicher gestellt, dass etwa in Banken nichts gestohlen worden sei.


29.11.2003
Stromausfall trifft auch das Krankenhaus

Flörsheim/Wicker/Hochheim/Eddersheim - Fast eine Stunde waren gestern Teile von Flörsheim, vor allem der Bereich Klober- und Poststraße, Eddersheimer- und Riedstraße, ohne Strom. Ausfälle gab es außerdem in Hochheim, Eddersheim und Wicker. Grund für den Stromausfall: Bei Bauarbeiten auf einem Gelände zwischen Eddersheim und Flörsheim war ein Kabel beschädigt worden.

Gegen 10.45 Uhr fielen gestern in vielen Haushalten, Büros und Firmen zahlreiche Computer, Elektroherde, Waschmaschinen, Fernseher und Radios aus. Wie die Süwag AG gestern mitteilte, wurde bei Bauarbeiten zwischen Eddersheim und Flörsheim ein 20 000 Volt-Stromkabel des Energieversorgers stark beschädigt. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss und Folgefehlern in zwei weiteren 20 KV-Stromkabeln. Durch Netzumschaltungen konnten die Mitarbeiter der Süwag Energie alle betroffenen Kunden nach rund 50 Minuten wieder mit Strom versorgen.

Auch das Marinekrankenhaus in Flörsheim war von dem Stromausfall betroffen. So fielen im Operationssaal kurzzeitig nicht nur das Licht aus, sondern auch in der Röntgen- und Endoskopie-Abteilung ging nichts mehr. Zwei Notstromaggregate, die bei Stromausfällen anspringen, funktionierten tadellos, erklärte Schwester Lucina auf Anfrage des Höchster Kreisblatts. Bei manchen medizinischen Geräten sind extra so genannte (Spannungs-) Puffer eingebaut, die einen Stromausfall mittels Batterien kurzfristig ersetzen. Der Einsatz aller Notstromgeräte sei reibungslos verlaufen, berichtete Schwester Lucina. Weder im Operationssaal, noch in der Kinderstation habe es Probleme gegeben. Allerdings: "Wir haben überhaupt nicht gewusst, warum der Strom ausgefallen ist. Die Süwag hat uns leider nicht informiert", bedauert die Ordensschwester.


31.10.2003
Sonnensturm: Stromausfall in Schweden

MALMÖ - Der heftige Sonnensturm, der derzeit die Erde trifft, hat offenbar einen Stromausfall in Malmö verursacht. In der südschwedischen Stadt gingen am Donnerstag in 20.000 Häusern für etwa eine Stunde die Lichter aus, wie der Stromversorger Sydkraft am Freitag mitteilte. Die geomagnetische Wolke sei die wahrscheinlichste Erklärung für die Störung, hieß es.


22.10.2003
Mit Scherzen auf den Stromausfall reagiert

KÖLN - "Wenn´s nicht so absurd klänge, würde ich sagen: Es hat fast Spaß gemacht", äußerte Ralf Schmidbauer. Wie in zahlreichen Wohnungen und Geschäften im Agnes- und im Eigensteinviertel war am Dienstagabend auch bei Saturn am Hansaring der Strom ausgefallen, nachdem bei einem Trafo im Umspannwerk Dagobertstraße der Spannungswandler den Geist aufgegeben hatte. Vertriebsleiter Schmidbauer stellt mit Zufriedenheit fest, dass bei Saturn alles "relaxed" zugegangen sei: "Es gab keine Panik; im Gegenteil: Die Kunden waren locker drauf und haben mit einigen Scherzchen reagiert. Das war typisch kölsch."
Die Rolltreppen blieben stehen, die Kollegen der Haustechnik klärten, dass die Versorgungsunterbrechung nicht am Hause Saturn lag, die Haussicherheit besetzte die Kassen, und schon sprang das riesige Notstromaggregat an. "Das haben wir uns vor Jahren angeschafft, weil gerade bei uns ohne Strom ja nun gar nichts läuft", erläutert Schmidbauer.

Auch in der Rundschau war ab 19.13 Uhr urplötzlich alles zappenduster, Licht aus, Computer ohne Strom, Telefonanlage stillgelegt. Im Hilton an der Marzellenstraße saßen auch "Die jungen Tenöre" im Dunkeln. Die Notstromversorgung erhellte aber bereits nach wenigen Sekunden das Foyer. Auf den Zimmern dagegen herrschte für mehrere Minuten völlige Finsternis.

"Gegen technische Defekte ist man nicht gefeit", erklärt der Sprecher von GEW Rheinenergie, Christoph Preuß. "Trotz regelmäßiger Wartung ist ein gewisser Verschleiß nicht zu vermeiden." Alle Umspannwerke seien mit mindestens zwei Trafos ausgestattet. Damit ist auch bei hoher Belastung die Stromversorgung gesichert, andererseits kann bei einem Defekt von einem auf den anderen Trafo umgeschaltet werden, was auch am Dienstag innerhalb von nur vier Minuten geschah. Früher brachte das Telefon "seinen eigenen Strom" mit und war somit autark. Heute hängen die Telefonanlagen am öffentlichen Netz; fällt der Strom aus und kommt dann wieder, brauchen die Anlagen oft noch einige Zeit länger, bis sie wieder hochgefahren und einsatzfähig sind. Ernst Mörs, Inhaber des "Lapidariums" am Eigelstein, war gerade einkaufen, als das Lapidarium im Finstern lag. Die Bedienung sorgte für ein paar Minuten Kerzenscheinromantik, "Schaden genommen hat niemand", sagt Mörs. Dennoch stimmen ihn die jüngsten Stromausfälle in Amerika und Italien grundsätzlich nachdenklich. "Vielleicht sollte ich mir doch ein Notstromaggregat besorgen. Bei 24-stündigem Stromausfall wäre die Tiefkühlkost betroffen und ich müsste warmes Bier ausschenken."


22.10.2003
Stromausfall: Eine Stunde Verkehrschaos

HAMBURG - In 1500 Wohnungen ging das Licht aus, Ampeln funktionierten nicht, U-Bahnen blieben im Tunnel stehen: Ein Stromausfall brachte gestern Morgen den Alltag in Hamburgs Osten durcheinander. Auf der Veddel gab es von kurz vor neun an fast eine Stunde lang keinen Strom. Karen Nakamura, Sprecherin der HEW: "Eine Störung bei einem Großkunden hat dazu geführt, dass sich das Abspannwerk Veddel abschaltete." Betroffen von dem Stromausfall waren 1500 Haushalte und 387 Firmen. Im Stadtzentrum und in den östlichen Stadtteilen fielen zweimal etwa 200 Ampeln für fünf Minuten aus. "Der Verkehr lief aber eher flüssiger", sagte ein Autofahrer. Härter traf es Passagiere in drei Zügen der Hochbahn. Durch einen Stellwerkschaden in Folge des Stromausfalls blieben Züge der Linien U 2 und U 3 bis zu 35 Minuten im Tunnel stehen, weitere Züge saßen in den Stationen fest.


21.10.2003
Um 22:30 Uhr war es stockdunkel
Tausende von Stromausfall in Mannheim betroffen


MANNHEIM - Nur wenige Tage nach dem Stromausfall in Ludwigshafen ist es auch in Mannheim zappenduster geworden. Im Stadtteil Sandhofen gingen am Sonntag gegen 22:30 Uhr die Lichter aus. Wie der Mannheimer Energieversorger MVV mitteilte, waren rund 18000 Menschen von dem "Black-out" betroffen. Um 23:47 Uhr hatten die meisten Häuser wieder Strom, erklärte MVV-Sprecher Heinz Egermann.

Ein Brand in einer Trafostation, verursacht durch einen Kurzschluss, hatte den Stromausfall ausgelöst. 25 Stationen fielen aus. "Das sind die kleinen grauen Kästen", erläuterte Egermann. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch in Griff. Die Polizei fuhr in den betroffenen Straßen verstärkt Streife, meldete aber "keine Vorfälle". Es habe zwar viele ängstliche Anrufe gegeben, "aber wir konnten die Leute wieder beruhigen. Außerdem gingen nach einer Stunde wieder die ersten Lichter an", sagte ein Polizeisprecher. MVV-Sprecher Egermann hält den Vorfall zwar für "ungewöhnlich", im Grunde aber "normal". Es komme öfter mal vor, dass der Strom ausfalle - etwa, weil ein Bagger ein Kabel erwischt habe oder ein Vogel auf der Hochspannungsleitung säße. Erst vor wenigen Tagen war es in einigen Stadtteilen in Ludwigshafen stockduster geworden. 70000 Menschen saßen abends für zwei Stunden im Dunkeln. Schuld daran war ein defektes Schutzgerät in einem Umspannwerk.

Die jüngsten Stromausfälle im Kurpfälzischen rufen Erinnerungen an die Ereignisse in London, New York oder Rom wach. Dort waren die Netze komplett zusammengebrochen. Muss auch das Rhein-Main-Gebiet mit dem Schlimmsten rechnen? Christoph Zeis, Geschäftsführer der Energiedienstleistungsgesellschaft des Landkreises Mainz-Bingen (EDG), schließt einen größeren "Black-out" in Deutschland nicht gänzlich aus. Seit der Liberalisierung des Strommarktes hätten die Energieversorger weniger in die Instandhaltung der Netze investiert. Dennoch bleibe das deutsche Netz das "beste in ganz Europa", sagte Zeis.


11.10.2003
Stromausfall hemmt die Produktion

MOMBACH - Zwei kurze Stromausfälle im Netz der Stadtwerke führten am Donnerstag zu Produktionsstörungen in Industriebetrieben. Im Mombacher Druckzentrum der Verlagsgruppe Rhein Main stand der Druck der Freitagszeitungen mehrfach still. In der Folge kam es zu Verspätungen und Ausfällen im Vertrieb. Bei Nestlé habe der Energieausfall dazu geführt, "dass es auf einer Anlage zu einer mehrstündigen Unterbrechung kam", sagte Fabrikationsleiter Knut Schaefer.

Wie berichtet lag am Donnerstag um 21.28 Uhr ganz Mombach und ein Teil des Hartenbergs im Dunkeln - für eine Sekunde. Und um 23.43 Uhr gab es erneut einen Spannungseinbruch im Netz der Stadtwerke, für genau 0,17 Sekunden.

Ein Fehler im Netz eines Gewerbekunden auf dem ehemaligen MIP-Gelände, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Dr. Antje Hermanni, habe zu einem Kurzschluss in der Verteilstation Schützenhaus geführt. Dadurch sei das 20-Kilovolt-Niederspannungsnetz der Stadtwerke für eine Sekunde unterbrochen worden. Als man dann um 23.43 Uhr den Schaden behoben glaubte, und das Netz wieder zuschaltete, habe der gleiche Fehler beim gleichen Kunden erneut zu einem Spannungseinbruch von 0,17 Sekunden geführt, so Antje Hermanni.


10.10.2003
Stromausfall betrifft 100 000 Haushalte in der West-City
Von Messedamm bis Zoo: Ampeln fallen aus - Züge bleiben in Bahnhöfen stehen


BERLIN - Ein 15-minütiger Stromausfall hat gestern Vormittag für große Aufregung in Teilen von Charlottenburg und Moabit gesorgt. 10.45 Uhr: Aufzüge blieben stecken, S- und U-Bahn-Züge fuhren nicht, Ampeln fielen aus, Computer stürzten ab . . . Nach Angaben der Bewag war eine fehlerhafte 110-KV-Leitung daran schuld, dass in einem Umspannwerk eine Steuerung nicht richtig reagiert hat. Betroffen waren mehr als 100 000 Haushalte vom Messedamm bis zum Zoo. Auch der Bahnhof Zoologischer Garten war bis 11 Uhr ohne Strom. Die Geschäfte waren dunkel, die Bahnhofsbeleuchtung fiel aus. "Der Fernverkehr war aber nicht davon betroffen", sagt Bahn-Sprecher Andreas Fuhrmann. Anders beim S-Bahn-Verkehr: Auf der Strecke zwischen Friedrichstraße und Zoo mussten die Fahrgäste 15 Minuten warten. 30 bis 40 Minuten Wartezeit gab es auf den Strecken zwischen Charlottenburg und Wannsee, auf der Wannseebahn nach Schöneberg und Potsdam und der Linie zwischen Charlottenburg und Spandau. "Es blieb aber kein Wagen auf der Strecke liegen", sagt S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. "Die Züge standen auf den Bahnhöfen."

Der U-Bahn-Verkehr war zwischen Olympiastadion und Kaiserdamm sowie zwischen Rohrdamm und Adenauerplatz von der Stromunterbrechung betroffen. "Alle Züge haben noch die Bahnhöfe erreicht", sagt Hella Dubrowsky, Mitarbeiterin der BVG-Pressestelle. "Es kam zu Verspätungen zwischen neun und zwölf Minuten." Obwohl 199 Ampeln ausfielen, blieb das Chaos auf der Straße aus. "Wir haben 100 Beamte zusätzlich aktiviert, die sofort zu den großen Kreuzungen gefahren sind", erklärt Polizeisprecher Uwe Kozelnik. "Das ist eine polizeiliche Standardmaßnahme bei Stromausfall." In den großen Kaufhäusern an der Wilmersdorfer Straße ging nach wenigen Sekunden die Notbeleuchtung an. "Das Dieselaggregat ist sofort angesprungen. Dadurch sind auch die Kassen nur kurz ausgefallen", sagt Karstadt-Geschäftsführer Fred Lehmann. "Unsere Mitarbeiter haben sofort die Treppenhäuser besetzt, da Aufzüge und Rolltreppen nicht funktionierten. Sie haben Gespräche mit den Kunden geführt und den Weg gezeigt."

"Kunden und Mitarbeiter haben sich ruhig und besonnen verhalten, so dass wir darauf verzichtet haben, das Haus zu räumen", berichtet Volker Pesarese, Geschäftsführer von Wertheim am Kudamm. Auch der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) war betroffen. "Wir hatten ungefähr zehn Sekunden Sendeausfall beim Rundfunk und einen örtlich begrenzten Bildausfall", sagt RBB-Sprecher Henric Lewkowitz.


06.10.2003
Stromausfall legte weite Teile Athens lahm

ATHEN - Rund eine Woche nach der gigantischen Strompanne in Italien hat ein Stromausfall weite Teile der griechischen Hauptstadt Athen kurzfristig lahmgelegt. Die Panne am frühen Montagmorgen sei innerhalb von einer Stunde wieder behoben worden, versicherte der Stromanbieter DEH. Medienberichten zufolge machte sich der Blackout dagegen drei Stunden lang bemerkbar.

Nach Gewerkschaftsangaben war rund ein Drittel des Großraums Athen betroffen. Die Betreibergesellschaft erklärte, die "wahrscheinlichste Ursache" für die Panne sei "ungewöhlich hohe Feuchtigkeit" in der Luft gewesen. EU-Wettbewerbskommissar Monti machte derweil "große Investitionslücken" für die zahlreichen großen Stromausfälle der vergangenen Wochen verantwortlich. Es sei "unangemessen", in der Liberalisierung des Strommarktes die Ursache für die vielen Pannen zu sehen, sagte Monti beim 2. Weltforum für Energieregulierung in Rom. Die Schwierigkeiten etwa durch unzureichende Produktionsmengen seien "bei den Schwierigkeiten zu suchen, die Umweltschützer und die Verwaltung von Investitionen im Energiesektor in den vergangenen Jahren verursacht haben". In den vergangenen Wochen waren weltweit mehrere schwere Stromausfälle aufgetreten: Am 28. September legte ein Blackout ganz Italien lahm. Genau einen Monat zuvor, am 28. August, stürzte eine Panne im Londoner Versorgungsnetz des öffentlichen Nahverkehrs die briti
sche Hauptstadt in ein Verkehrschaos. Nur zwei Wochen zuvor hatten durch den gewaltigsten Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas etwa 50 Millionen Kandadier und US-Bürger stundenlang im Dunkeln gesessen.


28.09.2003
Kettenreaktion legt Stromversorgung in Italien lahm


ROM - Ein fast flächendeckender Stromausfall hat das öffentliche Leben in fast ganz Italien stundenlang lahmgelegt. Erst allmählich wurde die Versorgung im Laufe des Tages wieder in Gang gebracht. Betroffen waren nach Angaben der staatlichen Gesellschaft ACEA 57 Millionen Menschen - das Ausmaß war damit größer als bei dem Stromausfall in Nordamerika vor sechs Wochen. Zu dem Zwischenfall kam es, weil Italien stark abhängig von Stromimporten aus den Nachbarländern ist. In der Nacht zum Sonntag fielen fast gleichzeitig mehrere Leitungen aus, die Strom aus der Schweiz und Frankreich nach Italien bringen.

Der Chef des nationalen Stromversorgungsunternehmens GRTN, Andrea Bollino, sprach von einem "außergewöhnlichen Ereignis". Es habe ein Problem mit der Verbindung in der Schweiz gegeben. "Dies hat dann ein Problem mit unserer Verbindung nach Frankreich verursacht und dann Italien betroffen." Die französischen Behörden teilten mit, schwere Stürme hätten zwei 400.000-Volt-Leitungen heruntergerissen. Am Morgen seien diese repariert und große Teile Nord- und Mittelitaliens wieder mit Strom versorgt worden. "Die Ursache für den Hauptausfall liegt nicht in Frankreich. Es gab einen Ausfall zwischen der Schweiz und Italien gegen 03.00 Uhr", sagte ein Sprecher des französischen Energieversorgers RTE, Patrick Larradet. Gegen 3.25 Uhr war dann ganz Italien mit Ausnahme der Insel Sardinien ohne Strom.

Mehr als 110 Züge mit 30.000 Passagieren waren in der Nacht zum Sonntag stundenlang blockiert, Flüge wurden gestrichen, die U-Bahnen fuhren nicht, viele Menschen mussten auf der Straße übernachten. In Rom, wo die Bevölkerung zu einer Nacht der Museen eingeladen war, saßen Hunderte von Menschen in der U-Bahn fest. Papst Johannes Paul II. hielt seine wöchentliche Ansprache im Vatikan bei Kerzenschein. Am Nachmittag hatte der Norden des Landes wieder Strom. Im Süden gab es nach Angaben des Stromversorgers Enel aber noch erhebliche Probleme. In Sizilien und in Kalabrien, in den Regionen um Neapel und Rom sei die Versorgung lediglich zu 30 oder 40 Prozent wieder angelaufen, ähnlich sei die Lage auch in den mittelitalienischen Regionen Umbrien und den Marken. Etwa 70 Prozent der Römer hatten am Nachmittag wieder Elektrizität. In der Lombardei, im Piemont, in Ligurien sowie in der Emilia-Romagna sei die Versorgung dagegen wieder zu 100 Prozent wieder angelaufen. Im ganzen Land habe es keine Toten und keine Verletzen gegeben, keine Panik und keine Plünderungen. In den meisten Krankenhäusern sei der Notstrom geflossen, in einigen seien dringende Operationen glatt über die Bühne gegangen, sagte Guido Bertolaso, Chef des nationalen Zivilschutzes.

Politiker fordern neue Kraftwerke
Nach dem Blackout vom Sonntag mahnten Präsident Carlo Azeglio Ciampi und die Versorger den Bau neuer Kraftwerke an. EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio sieht in einem Ausbau des gemeinsamen Energiemarktes in Europa das beste Mittel gegen solche Strompannen. Fachleute in Brüssel sehen die Ursache des Problems darin, dass Italien zu wenig in eine eigene Stromversorgung investiert habe. "Italien hat sich abhängig gemacht", sagte ein Experte.

Italien hatte schon im Juni in einigen Landesteilen mit Stromausfällen zu kämpfen, als wegen der außergewöhnlichen Hitze die Stromnetze überlastet waren. Am vergangenen Mittwoch waren fünf Millionen Schweden und Dänen von Stromausfällen betroffen. Dort war es nach einem Problem in einem schwedischen Atomkraftwerk zu mehreren Fehlschaltungen in den Stromnetzen gekommen. Auch die britische Hauptstadt London stürzte vor kurzem in ein abendliches Verkehrschaos, als im Zentrum die Energieversorgung ausfiel. Zuvor war das Experten zufolge veraltete Stromnetz Nordostamerikas zusammengebrochen und hatte dort unter anderem Teile Ostkanadas und die US-Metropole New York ins Dunkel getaucht.


24.09.2003
Chaos nach Stromausfall
Millionen Skandinavier sind betroffen, Verkehr bricht zusammen

KOPENHAGEN/MALMÖ - Ein gigantischer Stromausfall hat am Dienstag Teile Dänemarks und Schwedens mit mehr als drei Millionen Menschen ins Chaos gestürzt. In Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen und der schwedischen Großstadt Malmö fiel am frühen Nachmittag plötzlich der Strom aus. Um 12.40 Uhr gingen die Ampelanlagen aus, die Lichter in Geschäften und Büros erloschen, zahlreiche Menschen strömten ins Freie. Am Nachmittag begann sich die Lage allmählich zu normalisieren. Auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup war der Betrieb vollständig eingestellt, wurde dann aber langsam wieder aufgenommen. Der Stromausfall soll von Arbeiten in einem Kernkraftwerk in Schweden herrühren. Einen terroristischen Akt schlossen die Behörden aus.

Der gesamte Bahnverkehr war lahm gelegt. Die Öresundbrücke zwischen Schweden und Dänemark wurde geschlossen. Die Öresund-Verbindung zwischen Kopenhagen und Malmö hat eine Länge von 15,8 Kilometern. Die Bergung von Passagieren aus einem stecken gebliebenen Zug gestaltete sich als schwierig. Die U- und S-Bahnen in der rund 500 000 Einwohner zählenden Metropole Kopenhagen standen still. Auch Stunden nach dem Stromausfall war die Lage chaotisch. Behinderungen auf dem Flughafen in Frankfurt/Main oder dem grenznahen Bahnverkehr in Deutschland gab es nach Angaben von Sprechern zunächst hingegen noch nicht. Die Ursache liegt nach dänischen Rundfunkberichten wahrscheinlich in einem schwedischen Atomkraftwerk. In dem Kernkraftwerk Oskarshamn seien gerade Arbeiten am Netz im Gange gewesen. Rund zehn Prozent des gesamten Stroms Schwedens wird in den drei Blöcken Oskarshamns produziert. Eine Stromverbindung zwischen Dänemark und Deutschland sei zuvor wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden.

Nach Berichten des dänischen Rundfunks war die Insel Seeland sowie das gesamte Südschweden von der Stromversorgung abgeschnitten. Auch auf der beliebten Ferieninsel Bornholm in der Ostsee sowie auf Lolland-Falster gingen die Lichter aus. Insgesamt waren in Schweden zwei und in weiteren Teilen Dänemarks eineinhalb Millionen Menschen betroffen. Auch das Internet in der Region war gestört. Das schwedische Fernsehen produzierte mehrere Sondersendungen über den Energieausfall mit Tipps für den Notfall, die Betroffenen selbst konnten diese mangels Strom jedoch nicht verfolgen. Erst im August waren im Nordosten der USA und Kanada mehr als 50 Millionen Menschen auf einen Schlag ohne Strom - teilweise bis zu drei Tage lang. Chaotische Zustände herrschten in den Metropolen New York, Detroit, Toronto und Ottawa. Kurz darauf stürzte ein Blackout 500 000 Menschen in London ins Dunkel.


09.09.2003
Größter Stromausfall seit 15 Jahren
15 000 Haushalte in Stralsund betroffen

STRALSUND - Kein Licht, die elektrischen Kassen geben den Geist auf, Computerbildschirme werden plötzlich schwarz. Gestern Vormittag setzte ein Stromausfall weite Teile der Hansestadt matt. Die Störungen dauerten zwischen 30 Minuten und über drei Stunden. Ob Rathaus, Altstadtgeschäfte, Feuerwehr, Wohnungen, OZ-Redaktion oder die Zentrale der Stralsunder Energieversorgung (SEV) - viele waren ab 9.50 Uhr betroffen. "Zeitweise waren bis zu 15 000 Kunden vom Netz", sagte SEV-Geschäftsführer Christian Koos. Schwerpunkte bildeten Andershof, Devin, Franken, die Altstadt und die Tribseer Vorstadt.

Ursache des Dilemmas sei ein Kurzschluss in einer Transformatorenstation im Kühlhaus am Hafen gewesen. Wie Koos mitteilte, war ein von der SEV beauftragtes Montageunternehmen mit Kabelarbeiten beschäftigt. Bei der Abnahme von Deckplatten des Kabelkanals fiel eine herunter und beschädigte mit der Kante eine Leitung. Als Folge des Kurzschlusses wurde ein so genannter Wandler im Umspannwerk an der Greifswalder Chaussee beschädigt. Dies löste den automatischen Reserveschutz aus, der einen gesamten Block mit mehreren Versorgungsleitungen ausschaltete, um weitere Störungen zu vermeiden. Erschwerend wirkte sich aus, dass bei der SEV am Frankendamm das Telefonnetz zusammenbrach und der Leitstand lahm gelegt war. Deshalb musste die Koordinierung der Maßnahmen vom Reserveleitstand in der Barther Straße aus erfolgen. Einen Stromausfall mit diesen Ausmaßen habe es in den letzten 15 Jahren nicht gegeben, so Koos.


24.09.2003
Stromausfall wird ein Fall für die Justiz
Amerikaner wollen für Schäden vom 25. Februar nicht zahlen


LANGEN - Computer und Telefone gingen nicht, in den Kühlregalen der Einkaufsmärkte tauten die Lebensmittel auf, Geldautomaten spuckten kein Bares aus - am 25. Februar herrschte in Langen und Egelsbach mehr als sechs Stunden lang der Ausnahmezustand. Weil ein Arbeiter einer von der US-Army beauftragten Erdbaufirma ein Kabel in der Housing Area im Neurott angeflext hatte, war das komplette Stromnetz zusammengebrochen. Die Gretchenfrage: Wer kommt für die Schäden auf?

Nach Auffassung der Oberfinanzdirektion Erfurt trifft die amerikanischen Streitkräfte keine Schuld für den Stromausfall. Das berichtete Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski gestern. Die Behörde ist als Regulierungsstelle zuständig für Schäden, die Angehörige der US-Army in Deutschland verursachen. Sie lehnt einen finanziellen Ausgleich ab. Nach Aussage der Oberfinanzdirektion habe es die Erdbaufirma unterlassen, sich vor Beginn der Arbeiten bei den Versorgungsträgern über Lage und Verlauf der Kabel zu informieren. Zu erhöhter Sorgfalt habe schon deswegen besonderer Anlass bestanden, weil bereits Tage zuvor von der selben Firma vier Leitungen freigelegt worden seien. "Aus der Tatsache, dass sich zwei dieser Kabel als stromlos erwiesen, durften die Beschäftigten keinesfalls schließen, dass sämtliche Versorgungskabel auf dem Gelände der Langen Terrace Housing Area nicht Strom führend sind. Eine dahingehende Aussage von Mitgliedern der US-Army wurde auch nicht getätigt, so dass es an der für eine Haftung der Bundesrepublik Deutschland erforderlichen Sorgfaltspflichtverletzung eines amerikanischen Truppenmitgliedes fehlt", heißt es in dem Schreiben der Erfurter Behörde an die Stadtwerke.

"Das Ganze wird wohl vor Gericht landen", sagt Manfred Pusdrowski. Sein Unternehmen hat wiederholt Anfragen von Geschädigten bekommen, wie es jetzt weitergehen solle. Pusdrowski wies darauf hin, dass die Stadtwerke keine Rechtsberatung anbieten dürften. "Wir haben die Sache einem Anwalt übergeben, der jetzt unseren Schaden gerichtlich einklagen wird. Niemand hindert unsere Kunden, diesem Beispiel zu folgen und ebenfalls gegen die Entscheidung der Oberfinanzdirektion innerhalb einer Zweimonatsfrist zu klagen. Etwas anderes wird uns und allen anderen, die einen Antrag gegen die US-Army gestellt haben, nicht übrig bleiben." In dem anstehenden Rechtsstreit werde sich erweisen, wo letztlich die Verantwortlichkeit liege: entweder bei dem Erdbauunternehmen oder doch bei den Amerikanern. Der Schaden der Stadtwerke bewegt sich nach Pusdrowskis Worten zwischen 30 000 und 40 000 Euro.


30.08.2003
Staub auf Isolatoren führte zu Stromausfall

NEUSTADT/EUTIN - Ein totaler Spannungsabfall auf der 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung von Göhl nach Lübeck hat in Teilen Ostholsteins vorübergehende Stromausfälle verursacht. Besonders betroffen war nach Aussage der Schleswag in Rendsburg das Stadtgebiet von Eutin. Stromausfälle sind nach Informationen der LN aber auch in Grömitz und Neustadt registriert worden. So wurde der Nachtdienst in der Grömitzer Polizei von einem kurzen Blackout überrascht. In der ländlichen Umgebung von Grömitz sollen nach Zeugenaussagen ohne erkennbaren Grund Alarmsirenen ausgelöst haben. Schleswag-Pressesprecher Nikolaus Schmidt bestätigte, dass der Spannungsabfall auf der leistungsstarken Oberleitung gestern exakt von 3.06 bis 3.16 Uhr zu dem Stromausfall in Eutin geführt habe. Welche weiteren Orte außerdem betroffen waren, konnte das Stromversorgungsunternehmen gestern nicht feststellen.

Ursache für den Zehn-Minuten-Blackout war nach Vermutungen der Schleswag ein Naturphänomen: Anhaltende Trockenheit habe zu einer fortwährenden "Verschmutzung" der Isolatoren auf der 110-KV-Leitung geführt. Staube und Ablagerungen aus der salz- und jodhaltigen Seeluft der Küstenregion habe einen Belag gebildet, der sich zusammen mit der steigenden Luftfeuchtigkeit der vergangenen Tage in eine leitfähige Masse verwandelte. Es sei zu Überschlägen gekommen, die den Spannungsabfall verursacht hätten. Eine ähnliche Ursache hätten auch so genannte "Wischer" gehabt, die an vielen Orten im Nordkreis für Sekundenbruchteile die Glühbirnen flackern ließen. Der Regen werde die Isolatoren reinigen, hofft die Schleswag.


29.08.2003
Stromausfall und überflutete Keller nach Unwetter im Saarland

NEUNKIRCHEN - Bei starken Gewittern sind im Saarland in der Nacht zahlreiche Keller und Straßen überflutet worden. In Neunkirchen fiel nach einem Blitzeinschlag über Stunden der Strom im gesamten Ortsteil Sinnerthal aus, teilte die Polizei mit. Sturmböen ließen in Teilen des Landes Bäume umstürzen. Die Feuerwehr rückte zu mehreren Dutzend Einsätzen aus. In Baden-Württemberg und Hessen blieb das vorhergesagte Unwetter dagegen zunächst aus.


28.08.2003
Stromausfall legt London still

LONDON - In London und dem Südosten von England hat ein knapp einstündiger Stromausfall am Donnerstag den abendlichen Berufsverkehr zum Erliegen gebracht. Nach Medienberichten blieben zahlreiche Passagiere in U-Bahn-Zügen stecken, Ampeln fielen aus. Zahlreiche Zugverbindungen mussten vorübergehend eingestellt werden. Der Stromausfall war offenbar auf Probleme in zwei Hochspannungsleitungen zurückzuführen, wie die Gesellschaft EDF Energy mitteilte. Ein EDF-Sprecher sagte, es sei sehr unwahrscheinlich, dass es sich um Sabotage gehandelt habe. Der Strom fiel gegen 18.20 Uhr aus, gegen 19 Uhr war die Elektrizität laut EDF wiederhergestellt. Betroffen waren insbesondere der Süden von London sowie die im Südosten angrenzende Grafschaft Kent. Rund 60 Prozent des U-Bahn-Netzes waren von dem Stromausfall betroffen, darunter die meisten Verbindungen in der Innenstadt, wie ein Sprecher der London Underground sagte. Rettungskräfte evakuierten Züge und U-Bahn-Stationen. Nach ersten Informationen wurde niemand verletzt. Auch die Fernbahnhöfe im Süden der britischen Hauptstadt - Victoria, London Bridge und Waterloo - waren betroffen. "Einige Bahnhöfe liegen im Dunkeln, andere haben Notlichter", sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Bahnbetreibergesellschaft Network Rail fiel der Strom entlang der Bahnlinien 30 bis 50 Kilometer südlich von London aus. Am Abend war die Elektrizitätsversorgung wiederhergestellt.


25.08.2003
VDE sieht Handlungsbedarf für Energiestrategie

Wie sicher ist die Stromversorgung in Deutschland? Diese Frage wird nach dem Zusammenbruch des Stromnetzes in der USA und im Osten Kanadas, bei dem knapp 50 Millionen Menschen bis zu 36 Stunden ohne Strom waren, immer häufiger gestellt. Sie wird allerdings nicht immer so differenziert beantwortet, wie es aus Sicht des Verband der Elektrotechnik Elektronik (VDE) nötig wäre.

Einerseits bestehe angesichts der guten Substanz der Stromnetze und der Sicherheitsphilosophie in Deutschland kein Grund zur Panikmache. Andererseits sollte nach Ansicht der VDE-Experten der Stromausfall zum Anlass genommen werden, eine langfristig tragfähige Energiestrategie zu entwickeln. Wenn nämlich Energiemix und Netzstrukturen nicht bald auf die Herausforderungen der Zukunft eingestellt würden, könnte die Zuverlässigkeit des Stromnetzes in den nächsten 20 Jahren erheblich sinken.

Blackout in Deutschland unwahrscheinlich
Obwohl die Ursachen für den Stromausfall in den USA bisher noch ungeklärt sind, mehren sich die Hinweise darauf, dass das Netz bereits vor der eigentlichen Großstörung durch abgeschaltete Leitungen geschwächt war. Durch den Ausfall einer weiteren Hochspannungsleitung in dem bei hohen Umgebungstemperaturen und Fernübertragungen stark belasteten Netzverbundsystem könnte dann eine Kettenreaktion ausgelöst worden sein - mit Spannungsproblemen, Leistungspendelungen, dem Versagen von Schutzeinrichtungen und schließlich dem Netzzusammenbruch innerhalb weniger Minuten. Die VDE-Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass großflächige Stromausfälle zwar auch in Deutschland nicht generell ausgeschlossen, aber doch sehr viel unwahrscheinlicher sind als in den USA. Dies liege vor allem an der deutschen Sicherheitsphilosophie im Hinblick auf Netzkonfiguration, Schaltanlagen-Design, Schutz- und Leittechnik sowie Lastabwurf und Regelleistung.

So sei die Netzkonfiguration - anders als in den USA - durch eine homogene Verteilung von Last und Erzeugung sowie ein dichtes Übertragungsnetz mit relativ kurzen Leitungslängen (Deutschland normalerweise unter 100 Kilometern, maximal 300 Kilometer, USA normalerweise mehrere 100 Kilometer, maximal 1500 Kilometer) charakterisiert. Stabilitätsprobleme würden dabei keine Rolle spielen, und die höchste Spannungsebene liege mit 380 Kilovolt gerade bei der Hälfte des Wertes in Nordamerika (765 Kilovolt). Auch in der Schutz- und Leittechnik zeigen sich erhebliche Unterschiede. Während in Deutschland beispielsweise die Komplettumrüstung auf digitale Technik im Großen und Ganzen vollzogen sei und hohe Sicherheitsstandards angewandt würden, wird in den USA oft mit veralteter Technik auf einem niedrigeren Sicherheitsniveau gearbeitet. Ähnlich falle der Vergleich bei Schaltanlagen-Design sowie Lastabwurf und Regelleistung aus. Dennoch ist aus VDE-Sicht die Versorgunszuverlässigkeit perspektivisch in Gefahr.

Risiken für deutsches Stromversorgungssystem steigen
Gefährdet sei die Versorgungszuverlässigkeit unter anderem durch den Preiswettbewerb auf dem Strommarkt. Unter dem Druck, Strom zu niedrigen Preisen anzubieten, würden Investitionen zurückgestellt, Betriebszeiten von Anlagen verlängert und die Aufwendungen in Instandhaltungsmaßnahmen zurückgefahren, bemängelt der Verband. Darüber hinaus würden die Anlagenauslastung und der Energiehandel zunehmen während Netze verschlankt, Netzreserven abgebaut und Erzeugungsreserven minimiert würden. Weiter können sich der Personalabbau und Verlust von Fachwissen sowie die wachsende Unübersichtlichkeit des Marktes negativ auswirken.

Energiestrategie für zukunftsfähigen Energiemix
Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung wird laut VDE auch durch drohende Leistungsdefizite und -schwankungen in Frage gestellt. So ist geplant, zwischen 2004 und 2021 alle Kernkraftwerke stillzulegen sowie die Kohleverstromung zu reduzieren. Das damit entstehende Leistungsdefizit soll durch Erneuerbare Energien kompensiert werden. Dies stelle eine enorme technische und finanzielle Herausforderung dar. Denn um die dezentrale Energieeinspeisung im allgemeinen sowie die Übertragung von Windenergie von Nord nach Süd im besonderen erhöhen zu können, seien erhebliche Netzausbauten mit komplizierten Genehmigungsverfahren nötig. Darüber hinaus betragen die Leistungsschwankungen der Windenergie-Einspeisung bis zu 100 Prozent, so dass erhebliche Regelleistung durch konventionelle Kraftwerke bereitgestellt werden müsse.

Nach Meinung des VDE sollte der Stromausfall in den USA zum Anlass genommen werden, die deutsche Stromversorgung auf den Prüfstand zu stellen. Sobald eine definitive Ursachenanalyse vorliegt, wird die Energietechnische Gesellschaft im VDE deshalb eine Task Force einrichten, die Schlussfolgerungen für das deutsche Stromversorgungssystem erarbeitet. Darüber hinaus ist es aber dringend erforderlich, ein zukunftsfähiges Konzept für die Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten zu entwickeln und die dafür nötigen Investition zu tätigen.


22.08.2003
Sicherheitsmaßnahmen und Improvisation bei Stromausfall in Schopfheim und Maulburg

SCHOPFHEIM - Über die Möglichkeit von Stromabschaltungen wegen der Dürre oder die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen wie in den USA wurde in letzter Zeit viel diskutiert. Gestern traf ein kleiner "Blackout" auch Schopfheim und Maulburg.

"Was ist denn jetzt los?", mag sich der eine oder andere gedacht haben, als der Computerschirm gegen 11 Uhr plötzlich schwarz wurde und das Telefon keinen Pieps mehr machte. Wer gerade beim Einkaufsbummel in der Schopfheimer Innenstadt war, blickte in dunkle Ladengeschäfte und Büros. Eine Kollegin dachte an schmelzendes Eis im Eiscafé, und dass das doch schade wäre. Aus Sicherheitsgründen riegelte die Sparkasse ihren Container ab, der während des Umbaus der Schalterhalle als Provisorium dient. Auch die Post machte dicht: "Wegen Stromausfall geschlossen", stand auf einem Zettel zu lesen. Den selben Hinweis hatte ein Drogeriemarkt angebracht, der mit leeren Einkaufswagen den Eingang versperrte.

Die Abhängigkeit vom Strom verdeutlichte auch das Bild, das sich im Lebensmittelmarkt in der Scheffelstraße bot: An den lahm gelegten Kassen mussten sich die Kunden in Geduld üben, bis die Preise mit dem Taschenrechner zusammengerechnet waren. Während man sich in der Hauptstraße schon mit den Worten begrüßte: "Haben Sie auch keinen Strom?", brannte in der Bäckerei Adolph undnebenan im Lederwarengeschäft Enz seltsamerweise immer noch Licht. In den vom Stromausfall betroffenen Betrieben stand die Produktion still. Die Firmen E+H und Busch in Maulburg waren eine Stunde lahm gelegt. Von 11 bis 12.48 Uhr dauerte es nach Auskunft des Energiedienstes (KWR), bis in Maulburg alle ausgefallenen Stationen wieder Strom lieferten. In Teilen von Schopfheim dauerte der Ausfall bis zu einer Stunde, in der Innenstadt floss nach einer halben Stunde wieder Energie. Betroffen war in einem Gebiet vom Pflugareal bis Gündenhausen auch der Bifig und das Dreisternwerk, aber nicht die Firma Würth-Elektronik (PPE). Ursache waren nach A
uskunft von Energiedienst-Sprecherin Alexandra Edlinger Kurzschlüsse durch Kabelfehler in Gündenhausen und Maulburg an der 20-KV-Leitung. Gerüchte, es habe sich um eine geplante Abschaltaktion gehandelt, wurden dementiert.


18.08.2003
Ursachen des Blackouts liegen noch im Dunkeln


NEW YORK - Über eines waren sich die Verantwortlichen einig, nachdem der Strom von den Großen Seen bis nach New York ausgefallen war. "Das System hat eindeutig nicht so funktioniert, wie es hätte funktionieren sollen", sagte der New Yorker Gouverneur George Pataki.

Die anfänglichen Theorien, was den Blackout ausgelöst haben könnte, wurden schnell verworfen: Es war kein Schaden an einem Kraftwerk nahe der Niagara-Fälle oder in Manhattan. "Es lag definitiv nicht an den hohen Temperaturen oder an zu hohem Stromverbrauch", sagte Ken Klapp, Sprecher der New York Independent System Operators, einer für das Management des Stromnetzes zuständigen Organisation. Die Ermittlungen konzentrierten sich bald auf Hochspannungsleitungen im US-Bundesstaat Ohio, vor allem im Bereich des Energiekonzerns FirstEnergy. Nach Angaben der Firma SoftSwitching Technologies, die für Industriekunden den Stromfluss misst, kam es in der Gegend bereits am Mittwoch mehrmals zu einem deutlichen Spannungsabfall. First Energy meldete auch, dass schon Stunden vor dem Blackout ein Kohlekraftwerk vom Netz gegangen war.

Fieberhafte Suche nach Ursachen
Das North American Electric Reliability Council (NERC), eine Branchenvereinigung, die nach dem Blackout von 1965 eingerichtet wurde, hat ein Protokoll der Ereignisse am Donnerstag aufgestellt: Aus unbekannten Gründen fiel demnach um 15.06 Uhr, eine Stunde vor dem Stromausfall, eine Hochspannungsleitung bei Cleveland, Ohio, aus. Parallele Leitungen begannen sich wegen der stärkeren Stromlast zu erhitzen und auszudehnen. Dabei kam vermutlich mindestens eine Leitung in Kontakt mit einem Baum oder einer tiefer hängenden Stromleitung und verursachte einen Kurzschluss.

Derartige Leitungsdefekte hätten eigentlich in der Schaltzentrale von FirstEnergy einen Alarm auslösen müssen. Doch in einer Erklärung des Energiekonzerns heißt es nur: "Das computerisierte Überwachungssystem funktionierte, jedoch der Alarm nicht." Weitere Leitungen fielen aus, und um 16.11 Uhr schaltete sich das erste Atomkraftwerk ab. Solche Selbstabschaltungen sind bei Leitungen und Kraftwerken vorgesehen, um bei starken Schwankungen schlimmere Schäden an den Anlagen zu verhindern. Um kurz nach 16 Uhr wurde eine plötzliche Umkehr des Stromflusses registriert: Statt wie sonst nach Osten zu den großen Städten floss der Strom nach Westen. Wenige Minuten später ging überall das Licht aus.

Doch damit ist längst nicht die eigentliche Frage geklärt: Warum setzte sich der Blackout immer weiter fort, bis er schließlich gut 100 Kraftwerke in die Knie zwang? NERC-Chef Michehl Gent konnte sich nur wundern: "Das System ist so konstruiert, dass es eine solche Kaskade verhindert. Nach den ersten drei abgeschalteten Leitungen hätte Schluss sein müssen." Denn wenn es zu Ausfällen in einer Region kommt, sollten Relais sofort die Verbindungen zum restlichen Netz kappen, um einen Dominoeffekt zu verhindern.

Dies scheint aber nur in Teilen von New Jersey und Neuengland funktioniert zu haben. Alle anderen saßen im Dunkeln. NERC will sich zur Ursachenforschung die Logbücher der Netzbetreiber vornehmen.

Fragwürdige Deregulierung
Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage stößt man unweigerlich auf die Frage der Deregulierung, die in vielen Bundesstaaten das Ende der Gebietsmonopole brachte. So verkaufte der New Yorker Energieversorger ConEdison 1998 seine Kraftwerke an private Betreiber und muss seither den Strom ankaufen, den er an die Kunden liefert.

Nun haben zwar die Energieerzeuger einen wirtschaftlichen Anreiz, immer mehr Strom zu erzeugen und zu verkaufen - der Stromverbrauch stieg tatsächlich seit 1990 um 25 Prozent. Doch zugleich haben die Stromverteiler keinen Anreiz, in entsprechend mehr neue Leitungen zu investieren. Die Verteiler stehen weiter unter staatlicher Aufsicht und dürfen die Kosten dafür nicht an die Verbraucher weitergeben.

Das Stromnetz steht daher längst an seiner Kapazitätsgrenze. Das Electric Power Research Institute schätzt, dass Unternehmen in den USA durchschnittlich 46 Mrd. $ im Jahr auf Grund von kleineren und größeren Stromausfällen verlieren und weitere 7 Mrd. $ durch unregelmäßige Spannung.

Überdies hat die Deregulierung zu einem wahren Flickenteppich von freiwilligen Regeln geführt, die etwa für das Abkoppeln überlasteter Systeme vom restlichen Stromnetz sorgen sollen. "Entweder waren die Regeln inadäquat und müssen geändert werden, oder jemand hat die Regeln nicht eingehalten", schimpfte Gent.

Ein Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses, der finanzielle Anreize für den Bau neuer Leitungskapazitäten beinhaltet, wird seit zwei Jahren blockiert, weil darin auch strittige Maßnahmen wie die Ölförderung in Alaskas Naturparks enthalten sind.

Investitionen in Milliardenhöhe
Die Technologieberatungsfirma ICF Consulting schätzt die Kosten für die notwendigen Investitionen in das Leitungsnetz auf 30 bis 60 Mrd. $ in den nächsten zehn Jahren. Nötig sei eine Art Marshall-Plan ebenso wie eine stärkere landesweite Überwachung: "Stromübertragung respektiert keine Staatsgrenzen, daher können Aufsichtsbehörden in einzelnen Bundesstaaten nicht die Zuverlässigkeit des Netzes garantieren." Zuverlässigkeit sei die erste Voraussetzung, um private Investoren zu gewinnen.

Bleibt noch die Frage, warum es so lange dauerte, die Stromversorgung wiederherzustellen. Eine Telefonistin des New Yorker Energieversorgers ConEdison bedauerte am Freitag, dass sie zu keinem Experten durchstellen könne: "Die Schaltanlage funktioniert nicht, wir haben auch keinen Strom." Ein Techniker hilft aus: "Es dauert ein bis zwei Tage, ein großes Kraftwerk wieder voll in Betrieb zu nehmen, und drei bis vier Tage bei Atomkraftwerken." Das Hochfahren muss langsam erfolgen. Erst wenn sich der Wechselstrom bei der in den USA üblichen Frequenz von 60 Hertz stabilisiert hat, kann ein Kraftwerk mit anderen im Netz zusammengeschlossen werden. Elektriker gaben an den örtlichen Transformatorenstationen den Strom für ein Stadtviertel nach dem anderen frei - immer im Gleichschritt mit der zunehmenden Stromproduktion, damit das System nicht gleich wieder wegen Überlastung kollabiert.


27.07.2003
Stromausfall am Großen Stern

BERLIN - An der Siegessäule in Tiergarten ist gestern von 14 Uhr bis 14:30 Uhr der Strom ausgefallen, die Ampeln blieben dunkel. Zu Unfällen am Großen Stern kam es nach Angaben der Polizei nicht. Von dem Stromausfall betroffen war außerdem die Beleuchtung innerhalb der Siegessäule. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk brachten mit Handlampen zehn Besucher von der Aussichtsplattform über die Wendeltreppe nach unten.


23.07.2003
Durch Stromausfall kritische Lage in der BWK

Feuer griff aus Kessel auf Förderband mit Kohle über / Situation entspannte sich aber von alleine

BLUMENTHAL - In Folge eines Stromausfalls begann gestern Nachmittag im Kesselhaus der Bremer Woll-Kämmerei Feuer aus einem Brennkessel auf ein Förderband überzugreifen, auf dem circa eine Tonne Steinkohle lagerte. Da der Stromausfall nur kurzfristig war, das Förderband danach sofort wieder ins Laufen kam und die Kohle in den Kessel transportierte, blieb es allerdings - so die Schilderung von Horst Schweckendieck, Leiter der Feuerwache 7 - bei einem Entstehungsbrand, der sich dann von selbst erledigte. "Löschmittel mussten nicht mehr eingesetzt werden", so Schweckendieck.
Ein dickes Lob gab es vom Leiter der Feuerwache Nord für die BWK-Werksfeuerwehr:, "Sie hatte vorsorglich gleich die Berufsfeuerwehr alarmiert und schon unter schwerem Atemschutz Erkundungen vorgenommen, so dass sie uns gut einweisen konnte."
Außer dem Löschzug von Feuerwache Nord war vorsorglich auch der Atemschutzwagen der Berufsfeuerwehr Bremen angerückt. Vorsorglich alarmiert worden und eingetroffen war außerdem noch die Freiwillige Feuerwehr Vegesack.


15.07.2003
Stromausfall legt Rastatt mehrere Stunden lahm

RASTATT - Um 13:30 Uhr hatte das Unglück seinen Lauf genommen. Die Rakete kam wohl etwas zu tief und schrammte eine 20-Kilovolt-Leitung im Münchfeld. Diese wurde offenbar beim Herausziehen der Gerätschaften gleich ein zweites Mal in Mitleidenschaft gezogen, wie Achim Steinberg, Abteilungsleiter Stromversorgung der "StarEnergiewerke" (Stadtwerke Rastatt) gestern Abend auf BTNachfrage erläuterte. Erst gegen 19 Uhr waren die meisten Rastatter Betriebe und Wohnungen ("zu 95 Prozent") wieder am Netz. Betroffen waren die Haushalte und Firmen, die über das Umspannwerk Oberreuth (bei Daimler-Chrysler) mit Strom versorgt wurden.

In der Folge des Unfalls in der Münchfeldstraße kam es zu einem so genannten Erdschluss, was eigentlich kurzzeitig relativ unproblematisch ist, erklärte Steinberg. Aber auf Dauer wird das übrige Netz dann überlastet: Statt der normalen 12 Kilovolt (KV) fließen dann eben 20 KV durch das Netz. Überall dort, wo Schwachstellen im Netz sind, brennt es dann buchstäblich durch. In der Zentrale der Sparkasse Rastatt-Gernsbach zum Beispiel hatte es eine so genannte Durchzündung gegeben, war der Endverschluss quasi "durchgebrannt". Deshalb musste die Rastatter Feuerwehr eingreifen. Dann liegt ein so genannter doppelter Erdschluss vor, wie Steinberg erläuterte. Und das hat ähnliche Auswirkungen wie ein Kurzschluss im heimischen Stromnetz. Insgesamt gibt es laut Steinberg rund 240 solcher Stationen mit jeweils neun bis zwölf dieser Endverschlüsse. Sie werden halbjährlich überprüft. Heute sollen die defekten Endverschlüsse genauer unter die Lupe genommen werden.

In der Rastatter Innenstadt herrschte gestern am frühen Nachmittag zunächst einmal Ratlosigkeit. In etlichen Geschäften, die über elektrische Schiebetüren verfügen, mussten die Kunden durch die Hintereingänge nach draußen geleitet werden. Meistens auch noch ohne Ware. Denn bezahlen konnte man in den Märkten nicht mehr, weil die Kassen ohne Strom ihren Dienst verweigerten. Pech hatte ein Mann in einem Aufzug in der Rathausstraße. Der hatte gerade das erste Obergeschoss passiert, als der Strom ausfiel. Die Hausverwaltung konnte den Mann aber in kurzer Zeit aus seiner misslichen Lage befreien. Im Kreiskrankenhaus und im Landratsamt in der Herrenstraße war die Notstromversorgung angesprungen. Wie Rüdiger Braun erläuterte, hatte man im Landratsamt zufällig in der vergangenen Woche den Ernstfall geprobt.

Die verlängerte Mittagspause dauerte in den Betrieben rund um die Kaiserstraße bis kurz nach 15 Uhr. Dann war zumindest diese Gegend wieder am Netz. Schlimmer erging es Wohnungen und Betrieben in anderen Teilen der Stadt. Bei Greiserdruck in der Karlsruher Straße zum Beispiel ging bis 17.45 Uhr gar nichts mehr. Die Produktion stand still.

Fast keine besonderen Vorkommnisse meldeten de Feuerwehr oder die Polizei. Letztere registrierte lediglich zwei Fehlalarme. Darüber hinaus blieb es auch beim Verkehr in der Stadt ruhig - obwohl die Ampeln ausgefallen waren. "Die Menschen haben sich sehr diszipliniert verhalten", sagte ein Polizist. Wie hoch der Schaden in der Stadt durch den Stromausfall ist, lässt sich nur schätzen. Bei den Stadtwerken wird man heute zunächst einmal die Meldungen entgegennehmen. Die Haftung des Energieversorgers ist begrenzt, solange nicht grobe Fahrlässigkeit vorliegt, wie Achim Steinberg erläuterte. Möglicherweise wird auch der Verursacher mit ins Boot genommen werden.


03.07.2003
Stromausfall legte Borna und das Umland lahm

BORNA - Ein kompletter Stromausfall legte gestern am frühen Nachmittag die gesamte Stadt Borna sowie das Umland lahm. Betroffen waren unter anderen die Stadtverwaltung imRathaus sowie das benachbarte Behördenzentrum mit dem Finanzamt.

Auch die LVZ-Geschäftsstelle und die Redaktion in der Brauhausstraße kamen nicht ungeschoren davon: Exakt 13.22 Uhr verabschiedeten sich sämtliche Computer und auch die Telefonanlage in den zeitweiligen Ruhestand. Es traf sogar die Städtische Werke Borna GmbH, deren Sitz sich im Gewerbegebiet Am Wilhelmschacht befindet.

Grund für die Havarie war ein technischer Defekt an einem Transformator im Umspannwerk Borna, teilte gestern Nachmittag der Leiter für Netzsicherung bei der Envia, Frank-Uwe Gutscher auf LVZ-Anfrage mit. Eigentlich verfügt das Umspannwerk über zwei Trafos, von denen jeweils einer die Stromversorgung absichert. Doch während an dem einen Trafo planmäßige Wartungsarbeiten durchgeführt worden seien, habe der andere Trafo seinen Geist aufgegeben - und der Strom war mit einem in der Stadt Borna und dem gesamtenUmland Schlag weg. Exakt 13.49 Uhr war die Versorgung nach Envia-Angaben wieder sichergestellt.

Die Ursachen für den plötzlichen Transformator-Defekt würden gegenwärtig noch untersucht, teilte Gutscher weiter mit. Ob das Gewitter, das zu dieser Zeit über der Region tobte, dafür verantwortlich war, ist nicht ausgeschlossen. "Aber vermutlich hängt es nicht damit zusammen", erklärte er.


13.06.2003
Elmshorns Süden ohne Strom

ELMSHORN - Große Teile Elmshorns ohne Saft! In der größten Stadt des Kreises ist es am Donnerstagmittag zu einem massiven Stromausfall gekommen. Nach Angaben der Stadtwerke waren in der Zeit von etwa 11.40 bis 12.15 Uhr annähernd 60 Prozent der Haushalte ohne Strom. Betroffen war der gesamte Süden der Stadt. Ursache des Stromausfalls war, dass bei Erdbauarbeiten am Adenauerdamm ein so genanntes Mittelspannungskabel beschädigt worden war.

In vielen Großbetrieben ging zur genannten Zeit nichts mehr. Wegen des Ausfalls von Ampelanlagen kam es nach Polizeiangaben an der zentralen Kreuzung Berliner Straße/Reichenstraße/Ansgarstraße zu zwei Verkehrsunfällen mit Blechschäden. Während der Fehlersuche im Stromnetz durch Mitarbeiter der Stadtwerke musste bis in den Nachmittag hinein an mehreren Stellen der Strom lokal begrenzt abgeschaltet werden.


10.06.2003
Unwetter: Feuerwehren rückten zu 24 Einsätzen aus / Keine Verletzten im Nordwesten / Stromausfall in Bülow und Roggendorf


NORDWESTMECKLENBURG - Eine Gewitterfront mit heftigen Regenfällen und Orkanböen ist am Sonntagabend über Westmecklenburg hinweggezogen. Zwar blieb der Nordwest-Kreis weitgehend von schweren Schäden verschont. Dennoch hatten Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun. Sie wurden zu 24Einsätzen gerufen. Bei dem Unwetter waren am Sonntag u. a. Äste und Baumkronen auf die B208 zwischen Mühlen Eichsen und Roggendorf und auf die B104 zwischen Gadebusch und Schönberg gekracht. Um die Sturmschäden zu beseitigen, mussten u.a. die Feuerwehren Rehna, Mühlen Eichsen und Lützow ausrücken. Zudem machten sich Beamte des Polizeireviers Gadebusch auf den Weg, um ebenfalls mit anzupacken. Auch die Beamten mussten bei ihren Einsatzfahrten darauf achten, nicht die Kontrolle über ihre Fahrzeuge zu verlieren. Denn aufgrund der heftigen Niederschläge drohte auf einigen Straßen die Gefahr von Aquaplaning.

Glück im Unglück hatte bei dem Unwetter am Sonntag eine Roggendorfer Familie. Sie wollte den Abend mit einer Grillparty ausklingen lassen, als plötzlich ein meterlanger Kastanienast auf das Dach einer angrenzenden Garage krachte. Die Familie von Riccardo Witt blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Da der Ast auch gegen Stromleitungen gefallen war, brach zeitweilig die Stromversorgung für einige Roggendorfer Haushalte zusammen. Von der Stromversorgung abgeschnitten waren auch Bülower Haushalte, nachdem in der Dorfstraße zwei Stromleitungen gerissen waren. Die Leitungen baumelten mehrere Stunden in rund zwei Metern Höhe in einer Hofeinfahrt, ehe ein Reparaturteam des Energieversorgers anrückte. Von dem Stromausfall direkt betroffen war der Bülower Landwirt Henning Hay. Auf seinem Hof fiel das komplette Melksystem aus. Zu diesem Zeitpunkt hätten noch 100 Kühe gemolken werden müssen. Erst mit fast vierstündiger Verspätung - gegen 21.45 Uhr - konnten Hay und Melker Heino Hundt die Arbeiten wieder aufnehmen. Entsprechend sauer war der Landwirt. Er habe stundenlang versucht, die Störungsstelle der Wemag anzurufen. "Niemand ist dort ans Telefon gegangen", so Hay. Durch die Havarie und die Verschiebung des Melkrhythmus drohen Hay in den nächsten zwei bis drei Tagen Umsatzeinbußen von bis zu 15Prozent.


05.06.2003
Stromausfall in mehreren Orten durch Blitzeinschläge

ISPRINGEN - Durch Blitzeinschläge in Folge von Gewittern kam es am Dienstagnachmittag in einigen Enzkreis-Gemeinden zeitweise zu Stromausfällen in den gesamten Ortsnetzen. Nach Angaben der Polizei waren davon die Ortschaften Nöttingen, Wilferdingen, Königsbach-Stein und Ispringen betroffen. In Nöttingen schlug gegen 17.13 Uhr ein Blitz in eine Umspannstation ein, so dass diese in Brand geriet. Auch in einer Umspannstation in Bilfingen kam es zu Rauchbildung.


04.06.2003
Defekte Muffe sorgte für Stromausfall in der Innenstadt - Lampen blieben dunkel
Energieversorger reagierte schnell und bot Provisorium


PEGNITZ - Mit einem totalen Stromausfall hatten gestern Geschäftsleute und Anwohner in der Innenstadt zu kämpfen.
Anfängliche Vermutungen, der Stromausfall könne etwas mit den Baumaßnahmen am Schweinemarkt zu tun haben, erhärteten sich allerdings nicht. Ein Kabelschaden unter dem Gehsteig auf Höhe des ehemaligen Wüstenrot-Gebäudes war die Ursache. Um 7.30 Uhr fiel der Strom aus, zeigten die Registrierkassen in den betroffenen Geschäften von der Zoohandlung Koukal bis zur Skisbude. Probleme auch mit den Elektro-Waagen im Obst- und Gemüsegeschäft Huttarsch. Die Techniker des Stromversorgers E.ON ließen nicht lange auf sich warten und suchten fieberhaft nach der Ursache.

Für die Zoohandlung Koukal hätte der Stromausfall schlimme Folgen haben können. In den Aquarien schwimmen Fische im Wert von mehreren Tausend Euro. Doch Geschäftsführer Thomas Koukal wurde schnell geholfen. Um wenigstens die Fische zu retten, wurde provisorisch gegen Mittag eine Überbrückung gelegt. Allerdings nur zu den Aquarien, der Rest des Geschäftes blieb ohne Strom. Deshalb entschloss sich Koukal auch, seinen Laden für den restlichen Tag zu schließen. Reparaturen an Schuhen wären so nicht möglich gewesen. "Man muss den Technikern der E.ON aber ein Lob aussprechen. Sie sind jedesmal sehr schnell vor Ort und können in den meisten Fällen auch helfen", sagt Thomas Koukal. Auch das Orthopädiegeschäft Riedel schloss zu.

Mit einem Bodenmikrofon lief ein Techniker des Versorgungsunternehmens den Gehsteig ab, bis er die defekte Stelle des darunter verlegten Kabels ausfindig machen konnte. Das laute Klopfgeräusch verriet ihm die richtige Position. Vermutlich aus Altergründen hatte ein Verbindungsstück zwischen zwei Kabeln, eine so genannte Muffe, versagt. Ein Bautrupp grub den Boden auf und tauschte die defekte Muffe aus. Die gesamte Aktion sollte laut E.ON etwa vier Stunden in Anspruch nehmen. Bis Redaktionsschluss waren die Arbeiten allerdings noch nicht beendet.


03.06.2003
Ampeln fielen aus

WIESBADEN - Ein Stromausfall hat am gestern morgen gegen 7.30 Uhr eine Vielzahl von Ampelanlagen in Wiesbaden lahmgelegt. In Folge der kurzzeitigen Energieunterbrechnungen fielen lokale Rechenanlagen aus und mussten einzeln wieder hochgefahren werden. Das ganze dauerte etwa zwei Stunden, mit der Folge, dass sich an einigen Verkehrspunkten im Stadtgebiet Staus bildeten.


30.05.2003
Stromausfall mit Nachwirkungen - Betriebe stehen still - Ampelrechner fällt aus

PIRMASENS - Ein Hochspannungslichtbogen in einem 20kV-Verteiler in der Maryland Avenue hat am Mittwochmorgen für einen Stromausfall rund um die Husterhöhe gesorgt. Auswirkungen waren aber auch im restlichen Stadtgebiet zu registrieren.

Genau um 7.38 Uhr ereignete sich der Spannungsüberschlag in einem Hochspannungsverteiler in der Nähe des GriPS-Gründerzentrums. Das sofort eingesetzte Entstörungsteam der Stadtwerke konnte bis kurz vor 8 Uhr durch Umschaltmaßnahmen die Stromversorgung wieder herstellen. Nach der Ursache der Störung wurde allerdings noch den ganzen Tag über gesucht.

Wie die Stadtwerke mitteilten waren etwa 18 Prozent der Stromkunden von dem akuten Ausfall betroffen, was sich an den Verbrauchswerten vor und nach der Stromunterbrechung ablesen ließ.

Da es durch den fast eineinhalb Sekunden anstehenden Lichtbogen zu einem hohen Kurzschlussstrom kam, waren Spannungsschwankungen im gesamten Versorgungsgebiet die Folge. Das führte unter anderem dazu, dass sich zum Beispiel die Extruder-Einheiten im Kömmerling-Kunststoffwerk an der Zweibrücker Straße automatisch abschalteten und anschließend wieder hochgefahren werden mussten.

Auch der Ampelrechner gab seinen Dienst auf, so dass einige Ampeln auf Eigenbetrieb umschalteten, andere komplett ausfielen. Das beauftragte Service-Unternehmen konnte bis zum Mittag die meisten Signalanlagen wieder in Betrieb nehmen.


23.05.2003
Peugeot krachte gegen Trafostation - Stromausfall

GADEBUSCH - Nach einem Verkehrsunfall ist gestern Abend die Stromversorgung in Gadebusch zusammengebrochen. In Supermärkten ging das Licht aus. In Büros stürzten Computer ab. Telefonanlagen fielen aus. Nach Angaben eines Wemag-Mitarbeiters war die halbe Stadt von dem zeitweiligen Stromausfall betroffen. Ursache für die Havarie ist ein Verkehrsunfall in der Straße "Amtsbauhof" gewesen. Dort war kurz nach 18Uhr ein Peugeot in eine Trafostation gerast. Der Fahrer des Unglückswagens hatte offenbar Herz-Rhythmus-Störungen erlitten und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Seine Ehefrau versuchte zwar, das Schlimmste zu verhindern und übernahm das Steuer des Wagens - ohne Erfolg. Die Frau erlitt einen Schock und wurde von Rettungskräften aus Grevesmühlen betreut. Ihr ca. 65-jähriger Ehemann wurde schwer verletzt in das Klinikum Schwerin gebracht. Der Stromausfall hatte auch dazu geführt, dass eine Pumpstation des Zweckverbandes Radegast ausgefallen ist. Dadurch konnte zeitweilig nicht mehr das Abwasser von Gadebusch, Lützow, Pokrent und Renzow zum Klärwerk Bülow gepumpt werden.


20.05.2003
9 Uhr 47 Minuten - Zulassungsstelle bis Mittag geschlossen

MÜRITZKREIS - Die Führerschein- und die Zulassungsstelle des Landratsamtes bleiben heute voraussichtlich bis zum Mittag geschlossen. Ursache dafür sei ein Stromausfall, der die Computersysteme außer Betrieb setzte,hieß es von der Pressesprecherin des Kreises, Bettina Paetsch.


28.04.2003
Störung bei T-Mobile

KÖLN - Ein Stromausfall im Netz von T-Mobile hat am Sonntag über Stunden in Teilen Nordrhein-Westfalens die Handys lahm gelegt.
Mehrere 100 000 Kunden seien von dem Ausfall betroffen gewesen, sagte Unternehmenssprecher Philipp Schindera am Montag. Er widersprach zugleich Angaben des Kundenservice von T-Mobile in Mannheim, das von einem großflächigen bundesweiten Ausfall gesprochen hatte.

Ursache der Störung sei ein Stromausfall in Köln gewesen, der über eine Kettenreaktion eine Störung in der Vermittlungsstelle ausgelöst habe. «Eine gute Zeit lang ging gar nichts mehr», sagte Schindera weiter. Die Einschränkungen hätten bis zum Nachmittag gedauert. Die Strom Notversorgung sei nicht für eine so lange Zeit ausgelegt gewesen. Nach und nach seien die betroffenen Gebiete wieder ins Netz genommen worden. Gegen 16 Uhr sei die Störung behoben gewesen.


02.04.2003
Lichtflackern und Computerausfälle

SIEGEN - Um 9.48 Uhr fiel gestern für kurze Zeit in der Siegener Innenstadt der Strom aus. Bei Baggerarbeiten im Bereich Citybank/Dornseifermarkt war ein 10.000-Volt-Kabel beschädigt worden. Von dem Stromausfall waren betroffen: Kunstweg, Kölner Tor, Sandstraße zwischen Commerzbank und Reichwalds Ecke sowie das Justizgebäude. Der Kurzschluss führte im gesamten Innenstadtbereich zu einem Spannungseinbruch, der sich zum Beispiel durch Lichtflackern und Computerausfälle bemerkbar machte. Nach Umschaltungen im Stromnetz der RWE konnten alle betroffenen Kunden nach 12 bzw. 19 Minuten wieder mit Strom versorgt werden. Das defekte Kabel wird repariert.


10.03.2003
Stromausfall: An der Wupper gingen Lichter aus

WUPPERTAL - Die Sportsendung "ran" fand am Samstag weitgehend ohne das Publikum der Wupperortschaften statt. Die dortige Bevölkerung blickte ab 18 Uhr auf einen dunklen Bildschirm. Nichts ging mehr: Heizungen fielen aus, Computer stürzten ab, die Küchen blieben kalt. Grund war ein Stromausfall, der offenbar durch Bauarbeiten am Lenneper Bahnhof verursacht wurde.

Die dortige Hauptleitung in Richtung der Wupperorte war beschädigt worden. Mehrere Tausend Haushalte in Dahlerau, Dahlhausen, Brede, Vogelsmühle, Keilbeck und Wilhelmstal waren betroffen. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer August Kuhl mitteilte, war dies eine besonders folgenschwere Störung: "Insgesamt 22 Stationen waren in den Wupperorten von der Stromversorgung abgeschnitten. Sie alle mussten von den Mitarbeitern des RWE, mit denen wir einen Dienstleistungsvertrag haben, angesteuert werden." Die Elektriker kontrollierten zunächst, ob es in den einzelnen Stromverteilern zu einem Kurzschluss gekommen ist: "Erst dann konnten die Stationen wieder ans Netz geschlossen werden." Und das dauerte: Die ersten Haushalte konnten sich nach 80 Minuten wieder über Strom freuen, die letzten mussten zwei Stunden und 45 Minuten darauf warten.

Wie August Kuhl berichtet, war es um 17.58 Uhr am Lenneper Bahnhof zu dem Kurzschluss gekommen. Weil kurz eine Stichflamme aus der Leitung empor schoss, rückte vorsorglich die Remscheider Feuerwehr: "In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Baustelle. Und da liegt der Verdacht nahe, dass das Kabel im Zuge der Tiefbauarbeiten beschädigt wurde", erklärt der Stadtwerke-Geschäftsführer, der bedauert, dass die Wupperaner im Dunkeln saßen: "Aber auf solche Ereignisse haben wir nunmal keinen Einfluss." Das Kabel ist übrigens gestern ersetzt worden. Zwischenzeitlich gelangte der Strom über andere Leitungstrassen in die Wupperorte.




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